News

von CLOE

Stellungnahme d. CLÖ zum Bifie Gesetzesentwurf 2015

Christliche Lehrerschaft Österreichs
Bundesobmann
Vz. Präs. a.D. HR Franz Fischer
Stephansplatz 5/II/IV
1010 Wien
E-Mail mailto:info@cloe.at

 

Bundesministerium für Bildung und Frauen
Minoritenplatz 5
1014 Wien
E-Mail: begutachtung@bmbf.gv.at
cc. E-Mail: begutachtungsverfahren@parlament.gv.at
Wien, am 1.11.2015


Bundesgesetz, mit dem das BIFIE-Gesetz 2008 geändert wird;
BMBF-12.803/0003-III/2/2015
CLÖ-Stellungnahme zum Begutachtungsverfahren


Die Vertretung der Christlichen Lehrerschaft Österreichs (CLÖ) bedankt sich für die Übermittlung des Entwurfs und die Möglichkeit zur Stellungnahme.

Aus der Sicht der CLÖ scheint der vorliegende Gesetzesentwurf die zukünftige Rolle und Kostenstruktur des BIFIE nur ungenügend weitrechend zu verändern.
Die CLÖ regt an, das BIFIE einer umfassenden Aufgaben und Organisationsreform zu unterziehen und im Unternehmenskonzept (§ 13, 1) umzusetzen.

Die kostenintensive Wahrnehmung der Kernaufgaben „Angewandte Bildungsforschung“, Bildungsmonitoring, Qualitätsentwicklung und nationale Bildungsberichterstattung (§ 2) mit dem Hauptzweck, einer evidenzbasierten Bildungspolitik zu dienen, hat seit 2008 nicht zu Verbesserungen im Schulsystem geführt. Überdies wurden durch verzerrte Ergebnisdarstellungen und Rankings in den letzten Jahren die Reputation des österreichischen Schulwesens nachhaltig beschädigt und die Leistungen der österreichischen Schüler/innen und Lehrer/innen angesichts der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und der Migrationserfordernisse herabgewürdigt.

Die CLÖ ist der Auffassung, dass die häufige und umfangreiche Durchführung von Testungen mehr einem Selbstzweck und Anlass für bildungspolitische Diskussionen dient, als Erkenntnisse für eine realitätsnahe und aktuelle Weiterentwicklung und Hilfestellung an Schulstandorten zu schaffen. So ist es beispielsweise nicht gelungen, aus den seit 2000 mit hohen Kosten nach den Vorgaben der OECD durchgeführten PISA-Testungen Verbesserung des Leistungsniveaus der Schulen und des Bildungswesens abzuleiten, und es wird – laut PISA - Österreichs Schülern 2013 dasselbe Niveau wie 2003 zugeschrieben. Weiters lassen sich für Schulen aus den flächendeckenden Erhebungen der Bildungsstandards keine raschen Rückschlüsse auf die Qualität des Unterrichts, die Rahmenbedingungen und die individuell erbrachten Leistungen von Schüler/innen ziehen, sodass auch dieses kostenintensive Instrument weitgehend nur der öffentlichen bildungspolitischen Diskussion dient.
Es wird daher angeregt, die Aufgabenstellungen des BIFIE dahingehend zu verändern, dass aufwändige Testungen ausgesetzt oder nur stichprobenartig durchgeführt werden und stattdessen Instrumente zur Selbstevaluierung von (autonomen) Schulen und flexible Unterstützungsmaßnahmen für Schulleitungen und für eine wirksame und aufgewertete Schulaufsicht geschaffen werden. Derzeit sind Schulen und die Schulaufsicht zwar zur Mitwirkung an den Erhebungen des BIFIE verpflichtet, haben aber keinerlei Möglichkeiten, für praxisnahe Bedürfnisse eine wissenschaftliche Expertise ohne Kosten in Anspruch zu nehmen.
Weiters wird zur Organisationsentwicklung des BIFIE angeregt, die überaus enge Anbindung insbesondere an das Bundesministerium für Bildung und Frauen, die sich einerseits in der personellen Besetzung des Aufsichtsrates (§ 11, 1; § 11, 4) sowie der Bestellung des Direktors/der Direktorin (§ 9a) und andererseits in der ständigen und äußerst verwaltungsintensiven Berichterstattung an den Aufsichtsrat und an das Bundesministerium für Bildung und Frauen (§ 11) zeigt, zugunsten einer wissenschaftlichen Unabhängigkeit und Selbstständigkeit zu reduzieren. Konkret zu hinterfragen wäre, dass in § 9a eine zehnköpfige (!) Findungskommission zur Bestellung des Direktors/der Direktorin neu eingerichtet wird, deren Vorschlag aber für die Bundesministerin nicht bindend ist (§ 9a, letzter Satz).
Dem Wesen des Bundesinstitutes entsprechend (§1, 1) wäre der Wissenschaftliche Beirat (§ 12) durch ein objektiviertes Bestellungsverfahren (§ 12, 1) in seiner Funktion aufzuwerten und von der ständigen „umfassenden Informations- und Berichtspflicht“ (§ 12, 2a) an das Bundesministerium zu entlasten.

Mit freundlichen Grüßen
Franz Fischer
Bundesobmann Christliche Lehrerschaft Österreichs

 

--->hier geht´s direkt zur parlamentarischen Erledigung<---

Weiterlesen …

von CLOE

CLÖ Delegiertentagung 2016

Die Delegiertentagung der CLÖ findet 2016 in Oberösterreich statt. Im malerischen Mühlviertel bzw. im Spa Hotel Bründl in Bad Leonfelden werden sich die Delegierten aus allen Bundesländern Österreichs und dem benachbarten Südtirol dem Thema "Grenzgänger" intensiv in Vorträgen, Seminaren mit Kulturprogramm widmen. Walter Utz von CLV OÖ arbeitet bereits intensiv an der Programmerstellung und freut sich auf eure Anmeldungen.

Hier geht´s direkt zur --> Anmeldung <-- mittels Mail!

Weiterlesen …

von CLOE

CLW - Wiener Lehrerzeitung 09/2015

von CLOE

CLV Schulblatt Ausgabe 09/2015

von CLOE

clv.tv ist ferienreif ;)

Weiterlesen …

von CLOE

Neue Homepage des CLV Vorarlberg

Der CLV Vorarlberg und der Führung von Landesobmann VD a.D. OSR Karl Hentze freut sich über zahlreichen Besuch der neuen Homepage.
Wir wünschten viel Spaß beim Durchklicken!

--->>>hier geht´s zur Homepage--->>>

Weiterlesen …

von CLOE

Infovideo zum "Neuen Dienstrecht" der Junglehrervertretung

Michi Weber und Christoph Wallner klären mögliche Fragen zum "Neuen Dienstrecht"
Wir wünschen viel Vergnügen mit dem Imagevideo!

Weiterlesen …