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von CLOE

LH a.D. Dr. Josef Pühringer u. Präsident a.D. d. KLRÖ Wolfgang Rank mit Opilio-Rossi-Medaille ausgezeichnet

Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände ehrte bei Feierstunde im Parlament Ex-Landeshauptmann und langjährigen Präsidenten des Katholischen Laienrates Österreichs für ihre "herausragenden Leistungen im Sinne des Laienapostolats"

31.05.2017, 11:03 Uhr Österreich/Kirche/Politik/AKV/Opilio-Rossi-Medaille/Pühringer/Rank

Der frühere oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer und der langjährige Präsidenten des Katholischen Laienrates Österreichs (KLRÖ), Wolfgang Rank, sind am Dienstagabend im Parlament mit der "Kardinal-Opilio-Rossi-Medaille" ausgezeichnet worden, die von der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV) vergeben wird. Josef Pühringer erhielt die Medaille für sein politisches Lebenswerk und seine herausragenden Leistungen, die er für das Laienapostolat erbracht hat, wie AKV-Präsident Helmut Kukacka sagte. Ein weiterer Aspekt: In all den Jahren seiner Amtstätigkeit sei Pühringer nie in politische Affären oder Skandale verwickelt gewesen. Er habe sich zudem stets offen zu seinem Glauben und seinem christlichen Weltbild bekannt. Josef Pühringer stehe für eine wertebegründete verantwortungsvolle Politik, die stets auch das Wohl der kommenden Generationen im Auge hatte, so der Linzer Bischof Manfred Scheuer in seiner Laudatio. Er strich u.a. Pühringers Bekenntnis zur ökosozialen Marktwirtschaft, seinen Einsatz für die Entwicklungszusammenarbeit und den Klimaschutz hervor; ebenso seine Bemühungen im Bereich von Pflege, Hospiz oder Behinderteneinrichtungen.

Die Laudatio für Wolfgang Rank hielt der frühere Präsident der "Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände" (AKV), Josef Zemanek. Er ging dabei u.a. auf Ranks vielfältige berufliche und ehrenamtliche Bemühungen ein, die Grundsätze der christlichen Gesellschaftslehre umzusetzen, sowohl innerhalb wie auch außerhalb der Kirche. Rank sei stets dem christlichen Menschenbild verpflichtet gewesen. Einsatz für verfolgte Christen Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Feierstunde lag auch auf dem Einsatz für verfolgte Christen.

Sowohl Altlandeshauptmann Pühringer als auch AKV-Präsident Kukacka wiesen darauf hin, dass mehr Solidarität notwendig sei. Mit den Worten Pühringers: "Nicht nur reden, sondern handeln." Kukacka verwies in diesem Zusammenhang auf die "Aktion Heimkehr", mit der den Christen in der irakischen Ninive-Ebene eine neue Lebensperspektive ermöglicht werden soll. Die AKV unterstützt gemeinsam mit der "Initiative Christlicher Orient", "Christian Solidarity International Österreich", "Kirche in Not" sowie der "Kardinal König Stiftung" die Christen bei der Rückkehr in ihre vom IS befreiten Dörfer. Dabei geht es vor allem um das kleine Dorf Bakufa, wo sich die Hilfsorganisationen an der Reparatur der Häuser, am Bau von Brunnen und der dörflichen Infrastruktur, sowie der Errichtung bzw. Reparatur einer Kirche beteiligen wollen. Er erhoffe sich diesbezüglich auch noch mehr Initiativen der Politik, so Kukacka - auch und besonders von Außenminister und Neo-ÖVP-Obmann Sebastian Kurz, dem die verfolgten Christen ein großes Anliegen seien, wie der AKV-Präsident sagte.
Mehr Christen in die Politik Altlandeshauptmann Pühringer hob in seinen Dankesworten die vielfältigen Leistungen der katholischen Verbände für die Gesellschaft hervor. Er zeigte sich überzeugt, dass sich die Christen viel stärker in Politik und Gesellschaft engagieren müssten, um Extrempositionen in ebendiesen Bereichen vorzubeugen. "Es braucht das gute Maß der Mitte mit einem christlichen Fundament", so Pühringer wörtlich.

Wolfgang Rank bedankte sich für die Auszeichnung auch im Namen der tausenden ehrenamtlich in der Kirche Engagierten, die als "Boten Christi" ihren Dienst versehen, ohne jemals dafür besonders geehrt zu werden. Der studierte Mittelschullehrer war zuletzt Direktor des privaten Gymnasiums und Realgymnasiums Sachsenbrunn. U.a. war er von 2000 bis 2012 Präsident des Katholischen Laienrates Österreichs (KLRÖ) und hat diese Funktion vor kurzem nochmals übernommen.

AKV-Präsident Helmut Kukacka konnte zur Feier im Parlament u.a. den Apostolischen Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, die Altbischöfe Christian Werner und Ludwig Schwarz sowie Bischofskonferenz-Generalsekretär Peter Schipka begrüßen; weiters auch den serbisch-orthodoxen Bischof Andrej (Cilerdzic) und die steirische Ex-Landeshauptfrau Waltraud Klasnic, selbst Opilio-Rossi-Preisträgerin 2015.

Die AKV vergibt die "Kardinal Opilio Rossi-Medaille", die den Namen des einstigen Apostolischen Nuntius in Österreich und Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Laien trägt, alljährlich für "herausragende Leistungen im Sinne des wohlverstandenen Laienapostolats" zur "Gestaltung der Gesellschaft aus christlicher Verantwortung", wie Präsident Kukacka eingangs erläuterte.

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von CLOE

Pressemeldung der Christlichen Lehrerschaft Österreichs zur Schulreform

24.3.2017 Pressemeldung der Christlichen Lehrerschaft Österreichs zur Schulreform
Rückfragehinweis: Bundesobmann d. CLÖ Franz Fischer 0664248820

 "Den Zentralismusvorstellungen seitens BM Dr. Sonja Hammerschmid ist absolut Einhalt zu gebieten, weil für die Christliche Lehrerschaft das Subsidiaritätsprinzip in jedem Standort zur gelebten Praxis gehört!" stellt Franz Fischer Bundesobmann der CLÖ fest.

 Die Christliche Lehrerschaft Österreich (CLÖ) lehnt nach eingehender Prüfung aus pädagogischer Sicht das vorgelegte Schulautonomiepaket und die Behördenreform als Pfuschwerk ab – zurück an den Start!!!! Gleichzeitig verlangt die CLÖ, dass für die in den vergangenen Jahren zusätzlich übernommenen Aufgaben endlich auch die zusätzlich notwendigen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

 Die Ablehnung der vorgelegten Reformmaßnahmen durch die CLÖ ist wohlüberlegt und erfolgt aus folgenden Gründen:

  • Die neu vorgeschlagenen Maßnahmen gehen an dem, was eine gute Schule braucht, vorbei und sind eine glatte Themenverfehlung
  • Der Großteil der unter dem Schlagwort AUTONOMIE vorgesehenen Maßnahmen ist schon jetzt in vielen Schulen geübte Praxis

 

  • Der Demokratieabbau durch Aushöhlung der Schulpartnerschaft schwächt die als sehr wichtig erlebte Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern
  • Die Clusterung schwächt die einzelnen Standorte und gefährdet deren sorgfältig erarbeiteten Profile
  • Bisher verbindliche Richtlinien bezüglich der Klassengrößen weichen der Beliebigkeit von Clusterleitern
  • Bei der Auswahl der künftigen Schulleiter wird eine objektive Auswahl nicht gewährleistet
  • Ein direktes Hineinregieren in den Unterricht und seine Inhalte durch das Ministerium ist zu befürchten und widerspricht dem Grundgedanken der Autonomie
  • Die Zusammenlegung zu Clusterschulen erinnert an Rationalisierungsprogramme in der Wirtschaft. Da wie dort sind sie lediglich ein Einsparungsprogramm
  • So soll auch die als Steuerungselement wichtige regionale Schulaufsicht dem Sparprogramm geopfert werden
  • Gleichzeitig sollen die bekannt schwerfälligen Zentralstellen im Ministerium weiter aufgebläht werden

 Die schulische Qualität ist ganz wesentlich durch engagierte Lehrerinnen und Lehrer bestimmt. Das ist durch die Erziehungswissenschaft eindeutig belegt. Die nun vorgelegte Reform schafft keinerlei Hilfestellung für den Unterricht an den Schulen, wieder geht es nur um Organisations- und Verwaltungsänderungen!

Durch die Abschaffung der gesetzlichen Regelung der Klassenschülerhöchstzahlen und der Abschaffung von Jahrgangsklassen und Klassenteilungszahlen wird tief in die Strukturen jeder Schule eingegriffen. Statt Verlässlichkeit und Ruhe wird Beliebigkeit und Abhängigkeit von einer neuen Verwaltungsebene „Clusterleitung“ in die Schulen hineingetragen.

Mit der Schwächung der Schulpartnergremien entfällt aber nun die Mitverantwortung der Lehrer bei schulautonomen Entscheidungen. Lehrer – wie die Eltern und Schüler – haben mit Entscheidungen beim vorgelegten Autonomiepaket nichts zu tun. Die bisher bewährten autonomen (und selbstverständlich kostenneutralen) Schulpartnerschaftsbeschlüsse der Lehrer und Eltern (und Schüler) an jeder Schule sind obsolet. Die basisdemokratische Schulpartnerschaft ist zu „umständlich“ und wird entsorgt.

Die gesamte Reform muss „kostenneutral“ sein. Der Konflikt um die Finanzierung wird auf dem Rücken der Schüler ausgetragen. Sie müssen halt durch Abschaffen der Klassenschülerhöchstzahl mehr zusammenrücken. Jahrgangsklassen und verbindliche Teilungszahlen in manchen Fächern sind nun kein Hindernis mehr.

Die Zusammenfassung mehrerer Schulen zu „Clustern“ erinnert an die Fusions- und Rationalisierungskahlschläge in einer krisengeschüttelten Wirtschaft und die großen Opfer der Betroffenen. Offenbar wird damit gerechnet, dass sich die Geldmittel zur Finanzierung der Clusterautonomie bei den bisherigen Schuldirektoren finden lassen. Schuldirektoren, die mit viel Einsatz in den letzten Jahren ihre Schulen durch alle notwendigen Entwicklungen geführt haben, werden zum Auslaufmodell. (77% aller Pflichtschulen und 16% aller Bundesschulen“ haben weniger als 200 SchülerInnen und gelten als „Kleinschulen“, denen es an den Kragen gehen soll). Zugunsten einiger „Clusterdirektoren“ werden zwei Drittel aller Schulen ohne Direktor auskommen müssen. Durch „Bereichsleiter“ soll die „kostenneutrale“ Schulautonomie finanziert und dadurch eingespart werden.

Die Clusterung bedeutet eine deutliche Schwächung der kleinen Schulen v.a. in ländlichen Gebieten und führt über kurz oder lang zu deren Schließung. Aus wirtschaftlicher Sicht mag das ein gewünschter Effekt sein, es ist aber keinesfalls eine pädagogische Maßnahme und schädigend für das soziale Gemeinschaftsleben!

In den letzten Jahren ist der Leistungsdruck im schulischen Alltag durch die aktuellen, großen Herausforderungen wie Migration, sprachliche und kulturelle Heterogenität und schwieriger werdende Erziehungs- und Betreuungsaufgaben erheblich angewachsen, ohne dass der Gesetzgeber ausreichend notwendige Unterstützungsmaßnahmen und zusätzliche Ressourcen bereitgestellt hat.

Mit den vorgesehenen tiefgreifenden Strukturänderungen an allen Schulen soll zeitgleich eine drastische Umorganisation der Schulverwaltung in den Ländern erfolgen, was in manchen Bundesländern chaotischen Folgen befürchten lässt. In einer Zeit, wo die Schulen durch die auferlegten Strukturänderungen umfassende und kompetente Hilfestellung dringend benötigen würden, sollen„Bildungsdirektionen“ die seit Jahrzehnten bewährten und serviceorientierten Landesschulräte ersetzen. (Die aus dem Boden gestampfte Behörde wird bereits im Vorfeld vom ehemaligen Rechnungshofpräsidenten als völlige Fehlkonstruktion kritisiert). Zudem lassen die gänzliche Auflösung der regionalen Schulaufsicht und eine gewaltige Aufblähung der Schulverwaltung in der bekannt schwerfälligen Zentralstelle Ministerium (zu Kontrollzwecken!!) eine Kostenexplosion erwarten.

Die CLÖ ersucht alle betroffenen Schulpartner um eine eingehende Prüfung der vorgelegten Gesetzesänderungen und appelliert an die Abgeordneten im Parlament, den unverantwortbaren Eingriffen ins Schulsystem mit den tiefgreifenden Änderungen in Verfassungsbestimmungen eine klare Absage zu erteilen und eine umfassende Reflexionsphase unter Einbindung aller Schulpartner einzufordern.

Schulautonomiepaket und Behördenreform – zurück an den Start!!!!

"Es ist für mich unvorstellbar, dass man die Pflichtschulinspektoren wie im Autonomiepaket seitens BM Dr. Sonja Hammerschmid vorgesehen, zu zahnlosen Qualitätsmanagern degradieren will", stellt Franz Fischer Bundesobmann der Clö fest.

Rückfragehinweis: Bundesobmann d. CLÖ Franz Fischer 0664248820

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