Buchtipp: Die Schwester auf dem heissen Blechdach: Als Witwe ins Kloster

von CLOE


Die Schwester auf dem heissen Blechdach: Als Witwe ins Kloster Taschenbuch – 26. Dezember 2014
von Elisabeth Deifel (Autor)

Dieses Büchlein entstand als Geburtstagsgeschenk für meinen Sohn, dem ich einen kleinen Überblick über mein Leben, aber auch einige weltanschauliche Anregungen mitgeben will. Es waren einige Schritte, die mich zum Glauben und schließlich ins Kloster geführt haben. Ich bin gutbürgerlich aufgewachsen, mir hat's an nichts gefehlt, außer an einer tieferen Sinngebung des Lebens.

So bin ich dann an der Uni in die 68er Szene hineingeschlittert, war links, linker, am linksten und zwei Jahre lang überzeugte Atheistin. Da ich aber ein sehr gründlicher Mensch bin, habe ich während meines Doktoratsstudiums der Philosophie Marx, Austromarxisten und Frankfurter Schule gelesen und gemerkt, dass da etwas nicht stimmt.

Der rettende Engel war dann Kant – bei der Lektüre der "Kritik der reinen Vernunft" erkannte ich blitzartig: Wenn ein Mann, der so klar denkt wie Kant, letztlich zur Annahme eines göttlichen Wesens, zur Annahme Gottes kommt, da muss was Wahres dran sein – so kam ich zur Vernunftreligion der Aufklärung.

Dann habe ich meinen Mann kennengelernt, der war so richtig charmant katholisch und der hat mir den Rest gegeben, ich wurde katholisch. Wir waren sehr, sehr glücklich miteinander, bis mein Mann relativ jung gestorben ist. Für mich die große Katastrophe meines Lebens.

Da ist auch der Glauben ins Wanken geraten, denn es stieg in mir immer wieder die beißende Frage auf: Wie kann ein guter Gott zulassen, dass eine so glückliche Familie scheinbar zerstört wird? Nach dem Tod meines Mannes konnte ich mir eine neue Ehe nicht vorstellen und habe doch etwas gesucht, wo ich gefordert bin und Christentum konsequent leben kann - und bin in den Konvent der Dominikanerinnen eingetreten. Warum die Dominikanerinnen? Weil es ein Verkündigungsorden ist und mich die Ordensidee fasziniert, dass ich nicht alleine den Weg des Glaubens gehe, sondern in der Verkündigung andere Menschen für den Glauben gewinnen kann und möchte.

Wir sind ein Wesen der Sehnsucht. Solange man diese letzte Begründung oder Geborgenheit in Gott nicht gefunden hat, sucht man immer etwas. Dadurch, dass ich zum Glauben gefunden habe, ist diese letzte Geborgenheit da. Jeder Mensch sehnt sich letztlich nach einer unendlichen Geborgenheit, einer unendlichen Liebe, einer unendlichen Freiheit und das finde ich auf Erden nur ansatzweise, weil ich auf endlicher Ebene eine unendliche Sehnsucht nicht befriedigen kann. Natürlich kommen auch immer wieder Zweifel, natürlich erlebt man auch viel Schmerzliches - aber das verarbeitet man ganz anders, wenn man diese letzte Geborgenheit hat. Und diese Geborgenheit möchte ich Dir, meinem Sohn, weiterschenken.

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