GEGEN DAS SPAREN AN DER BILDUNG

von CLOE

MAINAUER ERKLÄRUNG VON GÖD-APS, LCH UND VBE GEGEN DAS SPAREN AN DER BILDUNG
Die drei Lehrerverbände GÖD-APS, LCH und VBE wehren sich

Sparen an der Bildung unserer Kinder ist eine kurzsichtige Politik mit negativen Folgen.
Wer bei der Bildung spart, riskiert teure Folgekosten. Wer zukünftige Erträge will, muss in innovative Strategien und Lösungen investieren und benötigt dazu genügend Geld. Der extreme Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen in der Schweiz und die chronische Unterfinanzierung der öffentlichen Bildung in Deutschland und Österreich führen zu immer mehr "Sparpaketen" in den Schulen. An ihrem Treffen auf der Insel Mainau haben die Lehrerverbände aus der Schweiz, Österreich und Deutschland das Sparen an der Bildung daher symbolisch im Bodensee versenkt. Sie wollen damit auf die ungenügende Finanzierung der Bildungswesen in den drei Ländern aufmerksam machen.

Unsere Gesellschaft braucht global denkende und lokal agierende Menschen, die ihre soziale, ökologische und wirtschaftliche Verantwortung privat, öffentlich und im Beruf wahrnehmen. Langfristig erfolgreich ist, wer neue Ideen hat, sozial und ökologisch verantwortlich handelt, an Mitmenschen, Kunden und Mitarbeitende denkt, investiert, erfindet und kreativ ist. Schülerinnen und Schüler benötigen bessere Lernbedingungen, damit sie ihr Potenzial als zukünftige produktive Mitglieder der Gesellschaft und der Wirtschaft voll ausschöpfen können.

Die drei Lehrerverbände GÖD-APS, LCH und VBE wehren sich daher

+ gegen zu große Klassen, zu hohe Unterrichtsverpflichtungen und schlechte Betreuungsverhältnisse, weil wir allen Kindern und Jugendlichen gerecht werden wollen und diese Arbeit nicht auf Kosten der Gesundheit der Lehrpersonen gehen darf;
+ gegen die ständige Überwälzung von Aufgaben, ohne entsprechende Ressourcen zur Verfügung zu stellen, weil diese sonst nicht zu meistern sind;
•+ gegen den Abbau von Unterrichts- Förder- und Ergänzungsangeboten, weil unsere Kinder das Recht auf eine gute Bildung und seriöse Vorbereitung auf ihre Zukunft haben;
+ gegen die völlig ungenügende Lohnentwicklung der letzten zwanzig Jahre, weil wir im Lehrberuf die besten Kräfte brauchen und die Löhne der Lehrpersonen mit der Privatwirtschaft konkurrieren müssen.

Visionen und Investitionen statt Sparen und Abbauen

Die öffentliche Schule muss der Ort sein, wo zukunftsorientiertes, nachhaltiges und gemeinschaftliches Lernen gefördert wird, wo Ideen entwickelt werden, wo sich Kinder aus allen gesellschaftlichen Schichten treffen, wo grundlegende soziale Fähigkeiten wie Solidarität, Gerechtigkeit und der Umgang mit Unterschieden geübt werden. Die Zeit ist reif für eine Besinnung auf den Stellenwert der öffentlichen Schulen für den Zusammenhalt und die Zukunft unserer Gesellschaft. Diese Einsicht muss mit einem klaren Bekenntnis zur öffentlichen Bildung und mit entsprechenden Investitionen umgesetzt werden. Von besonderer Bedeutung ist die öffentliche Wertschätzung für die Lehrerinnen und Lehrer.

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