Eine Lanze für die Familie! – oder ist eh alles wurst?

von CLOE

Presseaussendung der CLÖ anlässlich der Delegiertentagung der CLÖ in Wien 05/2014

Wo steht dieses Land, wenn es um die Bedürfnisse von Familien geht? Wenn zum Beispiel der Chef erfährt, dass eine Mutter außer Plan einige Tage dem Arbeitsplatz fern bleibt, weil sie sich um die Kinder kümmern muss? Droht dann der Zusammenbruch der Wirtschaft oder siegt die neuerdings in diesem Land ausgerufene Toleranz?

Familie als Keimzelle der Gesellschaft
Die Christliche Lehrerschaft Österreichs (CLÖ) bricht eine Lanze für die Familie als Keimzelle der Gesellschaft. Die mit über 20.000 Mitgliedern größte LehrerInnenvereinigung der Republik vertritt die Meinung, dass sich unsere Gesellschaft Kinder leisten und sich zur Familie und deren hohen Stellenwert bekennen muss. Positiv werden von der CLÖ Signale der Bundesregierung bewertet, was eine Erhöhung der Familienbeihilfe bzw. Ausweitung der Karenzmodelle betrifft. Wir betrachten dies als erste wichtige Schritte und treten dafür ein, dass weitere finanzielle Unterstützungen u. steuerliche Entlastungen für Familien dringend umgesetzt werden müssen. Zusätzlich ist auch die Entwicklung von neuartigen familienfreundlichen Beschäftigungsmodellen wie z.B. mit modernen Homeoffice-Arbeitsplätzen notwendig.

Familie im Fokus - was braucht das Kind?
Kinder brauchen neben Liebe und Zuneigung möglichst viel Zeit mit den Eltern, damit Erziehung erfolgreich sein kann. Die Schule kann die elterliche Erziehung nicht ersetzen, muss aber vielfach in schwierigen Situationen als Ersatz einspringen. Aus Sicht der CLÖ müssen im Anlassfall Unterstützungsmöglichkeiten wie Familienbegleitung u. Beratung bei Lern- u. Erziehungsdefiziten zur Verfügung gestellt werden können.

Was brauchen die Eltern?
Mit dem Anstieg der Erwerbstätigkeit der Mütter sowie im Hinblick auf die Tatsache des Anstieges an Alleinerzieherinnen, gewinnt die ganztägige Betreuung in der Schule grundsätzlich an Bedeutung. Die CLÖ unterstützt die Forderung nach flexiblen, alltagstauglichen, ganztägigen Betreuungsmodellen in den Schulen, die den regionalen Bedürfnissen gerecht werden. Basis dabei ist die Wahlfreiheit der Eltern:
Ja zur Ganztagsschule - NEIN zur Zwangstagsschule.

Was braucht die Gesellschaft?
Einsparungen bezüglich der Ressourcenfrage in der Kinderbetreuung bzw. in der Schule erteilt die CLÖ eine entschiedene Absage! Wir setzen uns dafür ein, dass eine qualitativ hochwertige Ausbildung in allen Bereichen der Kinderbetreuung von der Kindergartenpädagogin bis hin zum Freizeitpädagogen umgesetzt wird und für alle Bereiche akademische Abschlüsse an den Pädagogischen Hochschulen möglich sein müssen, damit Schule mittels gut ausgebildetem Personal weiterhin den hohen Qualitätsanspruch unserer Gesellschaft sicherstellen kann.

Familie ist kostbar und muss uns auch einiges wert sein, wenn unsere Gesellschaft Zukunft haben soll. – Oder ist eh alles wurst?


Ansprechpartner: HD Andreas Fischer, MSc 0676 9467772

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